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Lehren und Lernen in und nach der Pandemie „Klasse leiten“ Heft 15/2021

herausgegeben zusammen mit Birte Friedrichs, Regina Heil, Nikola Poitzmann und Mike Zergiebel

„Könnt Ihr’s noch hören?“ „Nein!!!“ „Interessiert Ihr Euch für was anderes?“ „Nein!!!“ So beginnt der Kabarettist Thomas Reis in letzter Zeit viele seiner Auftritte. Was ist gemeint? Natürlich Corona!

Als wir im Sommer letzten Jahres dieses Heft planten, hatten wir Zweifel, ob das Thema Corona im zweiten Quartal 2021 überhaupt noch aktuell sein wird. Keine und keiner von uns konnte sich damals ausmalen, was in der Zwischenzeit auf uns zugekommen ist: zweite Welle, dritte Welle, Schulschließungen, Fortdauer des Distanzunterrichts, Wiedereröffnung mit AHA-Regeln, genervte Eltern, abgetauchte Kinder und Jugendliche… Kein Wunder, dass viele Lehrkräfte und Schulleitungen am Anschlag sind. Durch die Corona-Krise sind wesentliche Schwachstellen unseres Schulsystems bloßgelegt worden: mangelnde digitale Ausstattung und erheblicher Fortbildungsbedarf aufseiten von Lehrkräften, aber auch unhygienische Sanitärräume und zu kleine Klassenräume, die Abhängigkeit von einer Kultusbürokratie, die sich zum Teil mit immer neuen Verordnungen wie in einer Echternacher Springprozession vorwärts, seitwärts und zurück bewegte – und vieles mehr.

Cover KL 15

Wir wollen das alles in diesem Heft nicht übergehen, wollen unseren Fokus aber auf die Suche nach den Chancen legen, die in dieser Zeit wie in jeder Krisenzeit eben auch vorhanden sind, die aber auch mit großen Herausforderungen einher gehen.  Ein Beispiel: Viele Lehrkräfte haben in den täglichen Videokonferenzen ihre Schülerinnen und Schüler auf dem Bildschirm, die sich dadurch in ihrer unverwechselbaren Individualität Tag für Tag eindrücklich wahrnehmen lassen. Zugleich ist es manchmal erschreckend, was man hier zu sehen bekommt. Deprimierte Kinder, schwierige häusliche Verhältnisse, um es mal vorsichtig auszudrücken – oder noch schlimmer: Schülerinnen und Schüler, zu denen man nur schwer Kontakt findet oder die man gar nicht mehr zu sehen bekommt. Vermutlich wird die Schere zwischen diesen und denen, die diese Zeit gut meistern konnten, mit jedem „Corona-Monat“ weiter aufgegangen sein und einen erheblichen Bedarf an Differenzierung und Förderung mit sich bringen. Die Kinder und Jugendlichen mussten lernen, ihr Lernen selbst stärker zu organisieren und zu steuern, als sie es bisher gewohnt waren, und viele haben dabei große Fortschritte gemacht. Und das wird sich hoffentlich auf die Zeit nach Corona auswirken und das schulische Lernen und den Unterricht verändern. Und so, wie die „Fitten“ ihren Lehrkräften oft bei Problemen mit dem Computer als Experten zur Seite stehen, können sie vielleicht auch nach der Corona-Krise als Experten für Selbststeuerung Mitschüler*innen beim Lernen helfen.


Karikatur: Holger Heimann

Die aktuelle Ausgabe von „Klasse leiten“ enthält zum einen Erfahrungsberichte der vergangenen Monate, die vermitteln, was es zu bewahren gilt und was neu hinzukommen kann. Es wird gezeigt, wie sich Videokonferenzen partizipativ gestalten lassen, welche digitalen Tools mit einem Mehrwert für alle eingesetzt werden können und es werden viele weitere praktische Impulse gegeben wie z.B. eine Anleitung für digitale Umfragen. Zum anderen werden Impulse für die Unterrichts-und Schulentwicklung vermittelt.

Unterrichtsstörungen – Prävention und Intervention

Neuerscheinung: Störungen vermeiden – mit Konflikten umgehen 

Unterrichtsstörungen sind für Lehrkräfte physisch und psychisch belastend. Sie führen dazu, dass die Ziele des Unterrichts nicht oder nur teilweise erreicht werden können. Ursachen liegen oft im Verhalten der Schülerinnen und Schüler. Aber auch das Agieren der Lehrkräfte und ein wenig motivierender Unterricht können die Quelle sein.

Mein neues Buch zeigt fünf wesentliche Ressourcen zur Prävention von Störungen:

  • einen aktivierenden und auf Partizipation hin orientierten Unterricht;
  • eine von Anerkennung und Wertschätzung geprägte Beziehung zu den  Lernenden bei Wahrnehmung und Wahrung klarer persönlicher Grenzen;
  • eine professionelle Selbstkompetenz, die u.a. durch bewussten Einsatz von Körpersprache und nonverbaler Kommunikation zu mehr Präsenz und zu einer persönlichen Autorität führen kann; 
  • Methoden des Classroom Managements, mit denen ein Maximum an Lernzeit gesichert wird;  
  • und schließlich die Zusammenarbeit der Fachleute im System Schule.

Der Band vermittelt darüber hinaus ein Handlungsrepertoire für niederschwellige Maßnahmen, für den Umgang mit schwerwiegenden Störungen und Konflikten in der Klasse sowie für Schulen in „sozialen Brennpunkten“. Hierzu werden zahlreiche Instrumente und praktische Hilfen u.a. im Download-Material angeboten.

ISBN: 978-3-7727-1392-7 – 22,95 € – ca. 140 S. plus Download-Material – Bestellungen jim Buchhandel oder unter

https://www.friedrich-verlag.de/shop/unterrichtsstoerungen-praevention-und-interventio

FORTBILDUNGEN


SchiLf-Angebote – jetzt auch über die Friedrich Akademie buchbar
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Klassen erfolgreich leiten. Handlungsmöglichkeiten erweitern und praktische Hilfen für die Klassenführung

Klassen erfolgreich leiten zu können, ist eine Fähigkeit, die für alle Lehrkräfte essentiell ist. Viele Referendare, Junglehrer und Quereinsteiger werden in ihrer Ausbildung auf diese Aufgabe nur unzureichend vorbereitet. Dabei zeigen empirische Studien , dass erfolgreiche Klassenführung  der wesentliche Faktor für das Leistungsniveau, den Lernfortschritt und die Persönlichkeitsentwicklung von  Schülerinnen und Schülern ist. Die wesentliche Aufgabe der Klassenführung besteht darin, eine konstruktive Atmosphäre für soziales und fachliches Lernen zu schaffen und immer wieder ein Arbeitsbündnis mit den Schülerinnen und Schülern zu bilden. Diese Herausforderungen lassen sich vor allem durch  eine professionelle Selbst- und Beziehungskompetenz bewältigen, wozu es auch gehört, seine persönlichen Grenzen zu erkennen und klar zu vertreten und seine persönliche Autorität zu entwickeln, denn besonders in Konflikten erleben wir, dass eine starre, nur auf die Rolle gegründete Autorität nicht mehr trägt. Hilfreich für die Praxis sind auch Methoden des Classroom Managements und der Theaterpädagogik: Regeln, Rituale, Übungen zur sozialen Interaktion u.v.m.

Die Fortbildung soll dazu verhelfen Einstellungen zu reflektieren und das Spektrum der eigenen Handlungsmöglichkeiten zu erweitern sowie praktische Hilfen für den Alltag geben.

Unterrichtsstörungen: Möglichkeiten und Chancen der Prävention und Intervention

In diesem Workshop geht es um Konzepte sowie systemische und persönliche Ressourcen zur Prävention von Unterrichtsstörungen.Die Fortbildung vermittelt darüber hinaus ein Handlungsrepertoire sowohl für niederschwellige Maßnahmen als auch für den Umgang mit schwerwiegenden Störungen und Konflikten in der Klasse. Hierzu werden zahlreiche Instrumente und praktische Hilfen angeboten. Vor allem aber sollen die Anliegen und Fragen der Teilnehmenden im Mittelpunkt stehen.

Buchungen über www.friedrich-akademie.de oder telefonisch über 0511-40004-150. Anfragen auch über mein Kontaktformular möglich!

Webinar: Klassen führen - Klassen leiten

Webinar-Videos als Grundlage für eine schulinterne Fortbildung

Zu beiden Workshops gibt es ein Video (Aufzeichnung von Webinaren zum Preis von 19,90/29,90). Eine Möglichkeit in Corona-Zeiten ist es, ein solches Video zunächst abzuspielen, anschließend könnte ich mich (online) dazuschalten, Fragen beantworten und den Arbeitsprozess moderieren. Die Videos können hier bestellt werden:

https://friedrich-verlag.edudip.com/w/320774

https://friedrich-verlag.edudip.com/webinars?esearch=Unterrichtsst%C3%B6rungen

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Fortbildungen für Lehrkräfte aller Schulformen und Schularten:

  • Seminar zumThema „Unterrichtsstörungen – Von der Prävention zur Intervention“am 15.11.2021 (Darmstadt) von 10-17 Uhr
  • Klassen führen-Klassen leiten am 17.01.2022, 10-17 Uhr (Frankfurt)

Mehr Infos und Anmeldungen unter www.lea-bildung.de/seminare